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Die großen Volkskrankheiten (2) - Alzheimer

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Es gibt kaum eine Erkrankung, die mehr gefürchtet wird. Denn es droht nicht nur der Tod. Persönlichkeit und Würde eines Menschen stehen auf dem Spiel. Die Alzheimersche Erkrankung lässt nach und nach eine große Menge von Nervenzellen im Gehirn absterben - bis der Mensch nicht mehr weiß, wer er ist. Seit Jahrzehnten sucht die Forschung fieberhaft nach einem Heilmittel. Milliarden hat die Pharmaindustrie in Medikamentenversuche investiert. Bis heute erfolglos. Daher rechnen Wissenschaftler damit, dass sich die Zahl der Demenzkranken in den nächsten 20 Jahren verdoppeln wird. Eine Hoffnung bleibt: Die steckt ausgerechnet dort, wo die Krankheit besonders früh zuschlägt. Denn relativ junge Patienten haben ein besonders reines" Alzheimer, ohne andere Alterserscheinungen, die die Gehirnaktivität ebenfalls beeinträchtigen - ein Glücksfall für Forscher. Wie Jürgen H. Der Bäckermeister war erst 59, als sein Gedächtnis nicht mehr wie gewohnt funktionierte. Seitdem lässt sich der geistige Verfall mit keinem der zur Verfügung stehenden Medikamente stoppen. Doch die Universität Bonn testet jetzt ein ganz neues, bisher einmaliges Mittel: Einen Impfstoff, gewonnen aus dem Blutplasma gesunder Menschen. Und Jürgen H. gehört zu den ersten Menschen weltweit, an denen das Mittel getestet wird. Auch Yvonne J. stellt sich der Forschung zur Verfügung. Bei der erst 42-jährigen haben Demenzspezialisten der Uniklinik Frankfurt vor einem Jahr Alzheimer diagnostiziert. Ein schwerer Schicksalsschlag, auch für ihren Ehemann und den zwölfjährigen Sohn. Denn Yvonne J., so vermuten ihre Ärzte, leidet an einer seltenen Form von Alzheimer, die erblich ist. Mit einem Gen-Test soll nun herausgefunden werden, ob sie die krank machende Erbanlage tatsächlich in sich trägt. Wäre das der Fall, wird auch ihr Sohn mit 50%iger Wahrscheinlichkeit an Alzheimer erkranken. Mit Hilfe von Yvonne J. suchen die Forscher nach den Ursprüngen der Erkrankung, nach den allerersten Anzeichen von Alzheimer im Gehirn. Ihre Hoffnung: Wenn man Jahre vor dem geistigen Verfall mit einer Therapie beginnt, lässt sich die Erkrankung vielleicht stoppen. Denn auch modernste Medikamente werden zur Zeit erst verabreicht, wenn der geistige Verfall bereits begonnen hat. Und dann sind schon große Teil des Gehirns unwiederbringlich zerstört. Eine frühzeitige Therapie könnte auch Yvonnes Sohn eines Tages helfen. Doch werden die rettenden Medikamente rechtzeitig kommen? Der Film erzählt die bewegende Geschichte zweier Menschen und ihrer Familien, die verzweifelt gegen ihr Schicksal ankämpfen. Erstmals dokumentiert der Film neueste Forschungsergebnisse, die ein neues Licht auf die Entstehung und mögliche Bekämpfung von Alzheimer werfen. Für Millionen von Alzheimerkranken könnten Yvonne J. und Jürgen H. eine Hoffnung sein.


Quelle: Das Erste

Reportage / Dokumentation-Video der Sendung vom 18.07.2011 21:00 Uhr (18.7.11)

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