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Programm

00:20
Cameraperson

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Was bedeutet es, jemand anderen zu filmen? Was passiert beim Filmen mit den Menschen vor und hinter der Kamera? Eine nigerianische Hebamme versorgt ein Neugeborenes mit Sauerstoff, eine bosnische Familie lebt mit der traumatischen Erinnerung an die Massenvergewaltigungen im ehemaligen Jugoslawien, ein afghanisches Mädchen marschiert entschlossen zu ihrer Schule in Kabul, eine junge Frau wartet auf ihre Abtreibung in einer Klinik in Alabama. Diese und andere Szenen sind in Kirsten Johnsons Dokumentarfilm "Cameraperson" collageartig verwoben. Der Bildteppich entstand aus dem Rohmaterial bedeutender Dokumentarfilme des 20. Jahrhunderts, darunter "Citizenfour", "Happy Valley", "Fahrenheit 9/11", "The Oath" und "The Invisible War", zu denen Johnson die Bilder lieferte. Die Aufnahmen der Kamerafrau stammen somit aus unterschiedlichsten Ländern und Situationen. Ihre Erlebnisse haben sie tief geprägt und zu diesem persönlichen Filmtagebuch inspiriert. Johnson geht es vor allem um die Beziehung zwischen Bildermachern und ihren Subjekten, dabei reflektiert sie über ungefilterte Realität und gestaltete Erzählung. "Cameraperson" verbindet dokumentarische, autobiografische und ethische Untersuchungen: ein bewegender Einblick in die persönlichen Erfahrungen einer Kamerafrau sowie in dokumentarisches Arbeiten, dessen Auswirkung und Bedeutung. Ein atypisches und poetisches Werk. Schwerpunkt: Spätvorstellung - 20 Jahre Lucarne Der Dokumentarfilm "Cameraperson" war für 32 Auszeichnungen nominiert und gewann 22 Preise. Unter anderem wurde er mit dem Hauptpreis der Jury beim Sheffield Doc/Fest ausgezeichnet sowie für den besten internationalen Dokumentarfilm beim Zurich Film Festival 2016 und als Dokumentation des Jahres bei den London Critics Circle Film Awards 2017 nominiert.

02:05
Die Finsternis

Im September 1944 macht sich ein seltsamer Tross auf den Weg von Südfrankreich in Richtung Osten: Mit Lkws voller Akten, Autos voller Minister und 500 Mann Miliz wird die komplette französische Vichy-Regierung unter Marschall Pétain in das Deutsche Reich evakuiert. Ihr Ziel ist Sigmaringen. Das dortige Stammschloss der Hohenzollern wird zum eigenartigen französischen Regierungssitz der Kollaborateure. Ein Staat ohne Territorium, flankiert von deutschen, japanischen und italienischen Botschaften, bevölkert von über tausend prominenten Kollaborateuren und deren Familien. Doch während im Schloss eine Operettenregierung waltet, herrscht in den überfüllten Quartieren der Kleinstadt ein Inferno aus Krankheit, Kälte, Hunger und Tieffliegerangriffen. Am Bahnhof werden nachts schwer Verwundete aus den Lazarettzügen abgeladen. Die französischen Kollaborateure bleiben bis zum April 1945 an diesem finsteren Ort. Unter ihnen ist der Arzt und Schriftsteller Louis-Ferdinand Céline, der 1932 mit seinem ersten Roman "Reise an

03:25
Die wunderbare Welt der Weine

In Georgien fragt man nicht: "Wie geht's?", sondern: "Wie geht's deinen Reben?" Im ostgeorgischen Kachetien besitzt jede Familie einen Weinberg und stellt eigenen Wein her, den sie mit anderen teilt. Es heißt, in dem Land am Fuße des Kaukasus habe der Weinbau vor über 6.000 Jahren seinen Anfang genommen. Schon in der Antike presste man in der Region köstlichen Traubensaft und füllte ihn zum Vergären in sogenannte Qvevris, die man in der Erde vergrub. Die Georgier sind zu Recht stolz auf ihr kulturelles Erbe - und meinen sogar, ein Qvevri zu fertigen sei komplizierter als ein Haus zu bauen. Nach Ende der sowjetischen Massenproduktion lebt die einzigartige Tradition in dem Land wieder auf, in dem die Weinproduktion seit jeher eine der wichtigsten Lebensgrundlagen war. Soliko Tsaishvili hat nach dem Zerfall der UdSSR die Hauptstadt Tbilissi verlassen, um Wein anzubauen. Damals wurden die riesigen kollektivierten Weingüter in Tausende kleine Parzellen aufgeteilt. Soliko hat alte Rebsorten angebaut und keltert den Saft in eigenen Qvevris.

03:55
28 Minuten

Heute Abend sind der Korrespondent der Tageszeitung Libération in Brüssel Jean Quatremer, die Kolumnistin bei The Sunday Telegraph Anne-Elisabeth Moutet, die Historikerin Ludivine Bantigny und die Karikaturistin bei Charlie Hebdo Coco bei uns im Studio zu Gast. Im Laufe der Sendung wird der Dokumentarfilmer und Modeexperte Loïc Prigent zu unserer Gesprächsrunde kommen. Sein Buch mit dem Titel J'adore la mode mais c'est tout ce que je déteste erschien am 2. November in einer Neuauflage als Taschenbuch im Point-Verlag. Ein Rückblick auf die beiden wichtigsten Ereignisse der Woche: Vorstädte: Emmanuel Macron besuchte am Dienstag, den 14. November, die nordfranzösische Stadt Tourcoing und kündigte dort ein Maßnahmenpaket für die armen Vorstädte an. Manche kritisierten den Besuch als aussichtslose Kommunikationsaktion, um sein Image als Präsident der Reichen zu korrigieren. Handelt es sich um einen Schwenk nach links des französischen Präsidenten, der sich für die Überwindung der traditionellen Spaltung der Politik in ein rechtes und ein linkes Lager einsetzt? COP23: Die Klimakonferenz COP 23 fand diese Woche in Bonn statt. Die USA haben sich nach ihrem Ausstieg aus dem Pariser Abkommen und ihrer Unterstützung fossiler Energien unter der Präsidentschaft Donald Trumps in die Ecke des Klimasünders manövriert. Während 15.000 Wissenschaftler eine erneute Warnung über den Zustand unseres Planeten veröffentlichten, müssen wir über die Auswirkungen des Konsums, der Verschwendung und der Bevölkerung auf die Erde nachdenken. Muss man die Geburten einschränken, um die Erde zu retten?

04:27
Wer nicht fragt, stirbt dumm!

Die Serie "Wer nicht fragt, stirbt dumm!" mit Professor Schnauzbart ist todkomisches Schulfernsehen für Erwachsene oder auch schräge Wissenschaft für Oberschlaue. Die Serie beruht auf dem beliebten französischen Blog "Tu mourras moins bête" von Marion Montaigne. Aus dem Blog entstanden preisgekrönte Comicbände, die nun als Kurzfilme produziert wurden. Die Animationen sind zum Kaputtlachen und legen den Finger in die Wunde, wo immer sie können. Es geht dabei um so lebenswichtige Fragen, wann endlich das echte Laserschwert zu haben ist, ob man im Schlaf Spinnen verschlucken kann, warum man lieber nicht von der Golden Gate Bridge springen sollte und ob bald mit dem Weltraumlift zu rechnen ist.

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