TV - Live: Der 24/7 Livestream des Senders ARTE französisch (zeitgleiche Online-/Live-Übertragung des Fernsehsignals von ARTE französisch)

Lieber Nutzer,

Sie verwenden eine veraltete Browser-Version. Bitte installieren Sie einen aktuellen Browser, um unser Angebot richtig darstellen zu können.

ARTE Livestream französisch

Programm

20:15
Todesmelodie

JETZT

Juan Miranda bekommt einiges von dem zu hören, was feine Herrschaften über ihn und seinesgleichen denken, als der Mexikaner ausnahmsweise in eine komfortable Reisekutsche zusteigen darf. Es dauert allerdings nicht lange, da zittert die hochnäsige Gesellschaft vor ihm, denn Juan entpuppt sich als Bandit, der sich gemeinsam mit seiner Bande als Wegelagerer durchschlägt. Kurz darauf lernt Juan auf spektakuläre Weise Sean Mallory kennen. Der irische Ex-Revolutionär knattert auf einem Motorrad durch die Gegend, mit so viel Dynamit und Nitroglyzerin am Leibe, dass er ganz Mexiko in die Luft jagen könnte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten im Umgang miteinander ist Juan begeistert und will Mallory unbedingt dafür gewinnen, mit ihm die Bank in Mesa Verde auszurauben. Zunächst zeigt sich der Ire wenig begeistert von dieser Idee. Als die beiden dann doch zusammenkommen und Mallory ihm den Weg zu den vermeintlichen Schätzen frei sprengt, erlebt Juan bestürzt, dass der Ex-Revolutionär ihn an der Nase herumgeführt hat. Immerhin wird er zusammen mit Mallory bald als revolutionärer Held gefeiert, obwohl der schlitzohrige Mexikaner gar nichts von der Revolution hält Rod Steiger und James Coburn spielen die Hauptrollen in Sergio Leones actionreichem Italo-Western. Die mexikanische Revolution bietet den effektvollen Hintergrund für diese Geschichte einer Freundschaft zwischen zwei sehr unterschiedlichen Männern. Mit Filmen wie "Für eine Handvoll Dollar" (1964) gilt Sergio Leone als Begründer des Italo-Western-Genres. Außerdem machte er Clint Eastwood, der bis dato nur ein relativ unbekannter TV-Darsteller war, mit seiner Rolle in "Spiel mir das Lied vom Tod" (1968) zum internationalen Filmstar. "Todesmelodie" (1971) wurde mit dem nationalen italienischen Filmpreis - dem Premio David di Donatello - in der Kategorie Beste Regie ausgezeichnet. Dieser Preis ist vergleichbar mit dem Oscar in den USA.

22:45
Che - Der private Blick

Die Bilder vom Revolutionär Ernesto Che Guevara kennt die Welt, aber was steckt hinter dem konsequenten Handeln, den klaren Worten, dem Kampf für eine gerechte Sache? Wann war Che unsicher, schwankend, zögernd? Wann war dieser Kämpfer mal ganz privat? Die Dokumentation öffnet einen privaten Blick auf Che Guevara und auf wichtige Stationen seines Lebens, persönliche wie politische: die unkonventionelle, tolerante Kindheit in Argentinien, die schrittweise Wandlung vom jungen Arzt zum Rebellen, die siegreichen Kämpfe in der Sierra Maestra, in Santa Clara, die kurzen privaten Augenblicke mit der Familie, seinen politischen Willen, Kuba aufzubauen und zu verändern, bis hin zum Scheitern und den gewaltsamen, frühen Tod. Ches Sohn Camilo Guevara war drei Jahre alt, als sein Vater Havanna verließ und in den Kongo ging. Zwei Jahre später war der Vater tot. Es sind anrührende Worte eines Sohnes, der seinen Vater nie kennenlernen konnte. Besser kannte ihn Juan Martín Guevara, Ches jüngster Bruder, der von Frotzeleien unter Geschwistern, kumpelhaftem Umgang und Bewunderung für den großen Bruder spricht. Neben der Familie waren Chauffeur und Leibwächter Ches zweite Familie: José Mendoza Arwubin begegnete Che mit 17 Jahren in der Sierra Maestra, wurde sein Leibwächter und begleitete ihn zehn Jahre lang nahezu überall hin. Ebenso sein Chauffeur Alberto Castellanos, der für seinen Comandante die Hochzeit mit Aleida March ausrichtete. Weitere Menschen, deren Lebenswege eng mit dem Ches verflochten waren, erzählen vom früh verstorbenen Anführer, Freund und Menschen. Außerdem schildern der französische Autor und Dramaturg Alain Foix, Verfasser der kürzlich erschienen Biografie "Che Guevara", und der deutsche Historiker Michael Zeuske, Professor für lateinamerikanische und karibische Geschichte, ihre Sicht vom Che als Menschen, Rebellen und Staatsmann.

23:40
Der Dirigent Christoph Eschenbach

Die erste Erinnerung des Dirigenten Christoph Eschenbach an das Leben ist der Tod. Die Mutter bei seiner Geburt gestorben, der Vater in einem Strafbataillon der Wehrmacht gefallen, strandete der Fünfjährige mit seiner Großmutter in einem Flüchtlingslager, in dem er als Einziger eine Typhusepidemie überlebte. Eschenbachs spätere Adoptivmutter holte ihn aus dem Lager. Monatelang konnte der traumatisierte Junge nicht mehr sprechen. Was ihn rettete, war die Musik. Seine Retterin Wallydore Eschenbach war Pianistin und Sängerin. Über ihre Musik fand Christoph Eschenbach ins Leben und zur Sprache zurück. Was nach den traumatischen Anfängen folgte, war ein traumhafter Aufstieg: Aufgewachsen in Neustadt in Holstein gewann Eschenbach schon als Zehnjähriger beim Hamburger Steinway-Wettbewerb den ersten Preis. In den 1960er Jahren begann eine erfolgreiche Pianisten- und Dirigentenkarriere, gefördert durch Herbert von Karajan und George Szell. Von 1999-2002 war Eschenbach Künstlerischer Leiter des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Aber viel wichtiger als die eigenen Erfolge war und ist Eschenbach die Förderung junger Talente. Eines von ihnen ist der Pianist Lang Lang. Für die Dokumentation kehrte Christoph Eschenbach in seinen Geburtsort Breslau und an die Orte seiner Kindheit und Jugend in Schleswig-Holstein zurück. Und er zeigt, warum Paris für ihn zur zweiten Heimat wurde. Einblicke in sein privates Archiv machen deutlich, was ihn geprägt hat und warum es ihm so wichtig ist, dies an die nächste Generation weiterzugeben. Schwerpunkt: Stars und Newcomer am Dirigentenpult

Darstellung: