Naturschutz: Immer öfter bedrohen Wölfe Nutztiere

Naturschutz: Immer öfter bedrohen Wölfe Nutztiere

18.04.2018 MorgenmagazinDas Erste

In einer Anhörung im Deutschen Bundestag diskutieren Abgeordnete heute über den Ausgleich der Interessen zwischen Nutztierhaltern und den sich immer mehr ausbreitenden Wolfsrudeln in Deutschland. Die Grünen-Abgeordnete Steffi Lemke erklärte, Inhalt des Ausgleichs der Interessen sei auch die Einführung einer bundeseinheitlichen Entschädigung, wenn Weidetiere von Wölfen gerissen werden. <br><br> Die Abgeordnete warnte davor, Wölfe, wie in der Vergangenheit vereinzelt geschehen, anzufüttern. In solchen Fällen würden sich die Tiere untypisch verhalten und stellten eine Gefahr dar. "So etwas muss ganz zwingend vermieden werden. Wo aber Wölfe auffällig geworden sind, soll man sie aus meiner Sicht letal entnehmen, das heißt zu gut deutsch: abschießen. Das ist auch nach geltender Gesetzeslage heute schon möglich." Dies müsse unbürokratisch und schnell gemacht werden. <br><br> Ob die Wölfe ins Jagdgesetz übernommen würden, werde heute in der Anhörung diskutiert. Die Schäfer, die auf der Anhörung befragt würden, seien bislang dagegen, weil auf diese Weise Doppelstrukturen aufgebaut würden: einerseits die Naturschutzebene und andererseits das Jagdebene. Die müssten sich abstimmen. Lemke: "Von daher glaube ich nicht, dass das die Hilfe ist." <br><br>

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18.04.2019 ∙ 21:59 Uhr