Zur Sache Rheinland-Pfalz vom 12.4.2018 | Video der Sendung vom 12.04.2018 18:15 Uhr (12.4.2018) mit Untertitel

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Zur Sache Rheinland-Pfalz vom 12.4.2018

12.04.2018 Zur Sache Rheinland-PfalzSWR Rheinland-Pfalz

Moderation: Britta KraneRedaktion: Andreas HeerwigWohin mit den Bauabfällen? - Immer mehr Sperrmüll und Bauschutt verschandeln unsere NaturAn der Mosel, in der Pfalz, im Hunsrück oder am Rhein: Kaum ein Weg, kaum ein Waldrand an dem nicht irgendjemand seinen Schutt abgekippt hat. Meist sieht man auf den ersten Blick, dass ein Haus oder eine Wohnung renoviert wurde und die Reste einfach in der Natur "entsorgt" wurden. Illegale Müllablagerungen haben wieder deutlich zugenommen. Erwischt werden die Verursacher nur selten, denn die Arbeit von Abfalldetektiven, Ordnungsämtern und Polizei ist ein Kampf gegen Windmühlen. Nur, warum wird die Natur bei uns wieder so stark vermüllt - trotz der vielen Wertstoffhöfe und Annahmestellen? Warum wird so viel Bauschutt illegal entsorgt? Sind die Verursacher zu faul, wollen sie Geld sparen oder ist die Entsorgung zu kompliziert? "Zur-Sache"-Reporter Jörg Armbrüster ist den Umweltsünden im Norden von Rheinland-Pfalz nachgegangen und wollte wissen, was wirklich dahinter steckt.Gewalt gegen Arme und Obdachlose - Warum das Leben auf der Straße gefährlicher geworden istDas Leben auf der Straße werde immer gefährlicher, erzählen uns Obdachlose und Sozialarbeiter. Nach der brutalen Tötung eines wohnsitzlosen Mannes in Koblenz geht in der dortigen Szene die Angst um. In der Stadt kannten ihn viele. Er lebte seit Jahren etwas abseits auf dem Koblenzer Hauptfriedhof. Für viele reiht sich die unfassbare Gewalttat in eine bundesweite Kette von Attacken auf Obdachlose. Die Angriffe reichen von Steinwürfen, Schlägen und Fußtritten bis hin zum Anzünden von Schlafsäcken. In einigen Fällen konnten die Täter ermittelt werden. Es leben immer mehr Menschen auf der Straße. Auch in Rheinland-Pfalz mangelt es an Unterkünften und speziellen Schutzräumen, etwa für wohnungslose Frauen, kritisieren Experten. Die Städte verweisen auf ihre leeren Kassen. "Zur-Sache"-Reporterin Lucretia Gather über die Gewalt gegen Obdachlose und die Frage: Was die Behörden dagegen tun können.Umstrittene Klinik-Fusionen -Krankenhaus Mayen unter DruckEs rumort kräftig in Mayen. Viele Bürger fürchten, dass die medizinische Versorgung in der Region schlechter wird. Der Grund: Das Krankenhaus St. Elisabeth hat mit anderen kleinen Krankenhäusern zum "Klinikum Mittelrhein" fusioniert. Zum Gemeinschaftsklinikum gehören zwei Kliniken in Koblenz, sowie die Krankenhäuser in Boppard, Nastätten und eben Mayen. Auch ein Teil der Mitarbeiter und Gewerkschafter sind darüber alles andere als erfreut. St. Elisabeth, werde in Zukunft nur noch die untergeordnete Rolle einer "Portalklinik" spielen, so die Befürchtung. Es bestünde die Gefahr, dass in Mayen überwiegend Diagnosen gestellt werden, aufwendige Behandlungen aber Stück für Stück nach Koblenz verlagert würden. In Koblenz werde der Neubau eines großen Klinikgebäudes geplant. "Zur-Sache"-Reporterin Selina Marx über den Kostendruck in der Medizin, eine kleine Klinik in der Eifel und Menschen die sich wehren.Sind unsere Haftanstalten noch unter Kontrolle? - Nicht nur in Diez wachsen seit Jahren die ProblemeDas Gefängnis in Diez der Fall eines Häftlings, der in der Ecke eines Besucherraums seine Frau vergewaltig haben soll, sorgt für Schlagzeilen. Offenbar konnte er sich sogar eine messerähnliche Waffe bauen mit er sie während der Tat bedrohte. Ein anwesender Beamter bekam nichts mit. Inzwischen haben sich andere Häftlinge an den SWR gewandt. Sie sprechen von Todesdrohungen, die er vor der Tat gegen seine Ehefrau ausgesprochen habe. Er wollte sich von ihr trennen. Für die CDU-Opposition im Landtag ist der Vorfall nur die Spitze des Eisbergs. Denn trotz steigender Gefangenenzahlen fehlten in den Justizvollzugsanstalten Mitarbeiter, über 100 Planstellen seien unbesetzt. Und tatsächlich beklagen sich inzwischen sogar Gefangene über fehlende Beamte. So würden immer wieder soziale Angebote und Sportmöglichkeiten entfallen, weil es wenig Beamte gebe. Edgar Verheyen und Heiner Hoffmann über die Situation in den Gefängnissen des Landes.Zur-Sache-Pin: Was versteht man eigentlich genau unter "Strafvollzug"U-Haft, offener und geschlossener Vollzug oder Sicherungsverwahrung: Der Strafvollzug in Deutschland hat viele Facetten. "Zur Sache" PIN klärt auf.Neue Drogenwelle im Knast - Wie lassen sich Handel und Konsum stoppen?Jeder weiß, dass in den Justizvollzugsanstalten Drogen konsumiert und sogar gehandelt werden. Mit strengen Durchsuchungen und Zellenkontrollen versuchen die Beamten das Problem in den Griff zu kriegen, oft mit Erfolg. Doch was ist, wenn man die eingeschmuggelten Drogen weder sehen noch riechen kann. Genau, das ist bei synthetischen Drogen der Fall. Die zum Teil nicht einmal bekannten und im Labor designten Drogen werden beispielweise auf Briefumschläge oder bestimmte Seiten von Büchern und Zeitschriften geträufelt. Oft fällt der Konsum nur durch das extreme Verhalten eines Gefangenen auf. Der Stoff lässt sich dann aber im Blut gar nicht finden, weil Analysemethoden fehlen. Edgar Verheyen und Kathrin Lindemann über Drogendelikte im Knast.Dazu im "Zur-Sache"-Studio: Herbert Mertin (FDP), JustizministerZur-Sache-Hilft: Streit um WeltkriegserbeBernd Burkhardt und seine Lebensgefährtin Silke Sander möchten im westpfälzischen Schönenberg-Kübelberg ein Grundstück verkaufen. Doch das droht an den Vorgaben des Bauamtes zu scheitern. Vor rund zwanzig Jahren kauften sie das Gelände in der Nähe von Kusel samt einer Halle, die sie für ihren Landschafts- und Gartenbaubetrieb nutzten. Zwar wusste der 54-jährige, dass der Bau aus dem II. Weltkrieg stammt und Teil des Westwalls war, doch die böse Überraschung kam erst jetzt. Als er das Grundstück Ende des vergangenen Jahres verkaufen wollte, teilte ihm die Kreisverwaltung mit, dass die Halle seit 2014 als "Flächendenkmal" geschützt sei. Jetzt hat er ein Problem, denn die Kaufinteressenten wollen Einfamilienhäuser errichten und mit der Halle ist das nicht möglich. Im Dezember stellten Silke Sander und Bernd Burkhardt beim Bauamt einen Antrag auf Abriss der Halle. Doch die Behörde lasse sich mit der Bearbeitung viel Zeit, sagen sie und haben sich verzweifelt an "Zur Sache-Rheinland-Pfalz" gewandt.Zur-Sache-Schätzchen: "Aus heiterem Himmel""Comic-Malu" geht auf Nummer sicher. Sie trägt nur noch Schutzkleidung und hat jetzt immer ihren Regenschirm dabei. Schließlich will sie vorbereitet sein, wenn über Rheinland-Pfalz mal wieder kräftig Kerosin abgelassen wird. Vielfliegerin "Comic-Julia" hält solche Ängste für ziemlich übertrieben. Außerdem: Wer oben mitfliegt, dem kann auch nichts passieren.zur-sache-rp

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12.04.2019 ∙ 19:08 Uhr