Zur Sache Rheinland-Pfalz vom 19.4.2018

Zur Sache Rheinland-Pfalz vom 19.4.2018

19.04.2018 Zur Sache Rheinland-PfalzSWR Rheinland-Pfalz

Moderation: Britta KraneRedaktion: Sabine RappenNach tödlichen Beißattacken - Brauchen wir den "Hundeführerschein"?Zwei Beißattacken von gefährlichen Hunden sorgen derzeit für Schlagzeilen: In Hannover tötet ein Staffordshire-Terrier seinen Besitzer und dessen Mutter, im hessischen Odenwaldkreis beißt ein Hund einen nur wenige Monate alten Säugling tot. Schlimme und auch sehr seltene Vorfälle. Doch die Diskussion um gefährliche Hunde ist dadurch neu entbrannt. Und Hundebisse, die nicht lebensgefährlich sind, kommen weit häufiger vor, auch in Rheinland-Pfalz. In der vergangenen Woche wurde eine Radfahrerin aus Kaiserslautern von zwei Hunden angefallen. Und eine Frau aus Ingelheim erzählt uns, dass sie vor wenigen Monaten vom Hund eines Bekannten offenbar grundlos angesprungen und ins Gesicht gebissen worden ist. Wieso passieren diese Vorfälle? Liegt es an den teils aggressiven Hunden? Oder an deren Besitzern, die das Tier nicht im Griff haben? Ein Hundetrainer aus Worms fordert, dass Besitzer von Hunden eine Art Führerschein machen sollten, also einen Sachkundenachweis, dass sie mit dem Tier umgehen können. Wäre das eine Lösung? In Niedersachsen gibt es den schon. Oder brauchen wir noch schärfere Gesetze gegen gefährliche Hunde? "Zur Sache"-Reporterin Selina Marx berichtet.Der gläserne Bürger - Wie sicher sind unsere Daten?Kundenkarten, Fitnessuhren, Fotos und Texte auf facebook und Instagram - tagtäglich hinterlassen wir mal mehr und mal weniger bewusst viele persönliche Daten. Für Unternehmen sind diese wertvoll, schließlich können sie so herausfinden, was uns gefällt und wofür wir bereit sind, Geld auszugeben. Daten könnten auch missbraucht werden, warnen Experten. Jüngstes Beispiel ist gerade der facebook-Skandal, bei dem Millionen Nutzer-Daten an eine Analyse-Firma gegangen sind. Daten gelten jetzt schon als Gold des 21. Jahrhunderts. Und der Handel mit diesem Gold blüht. Auch Stromanbieter, die Gemeinde, in der wir wohnen und viele andere haben jede Menge persönlicher Daten. Wie freigebig sind die Menschen mit ihren Daten? Worauf sollten wir Verbraucher achten? Und welche gesetzlichen Verschärfungen wären dringend nötig? Zur Sache will's wissen.Studiogespräch: Prof. Hendrik Speck, University of Applied Sciences KaiserslauternUmstrittenes Geschenk aus China - In Trier wird über die Karl Marx-Statue diskutiertSeit Freitag steht sie auf ihrem Sockel - verhüllt zwar, aber dennoch deutlich sichtbar: Die Karl-Marx-Statue. Und sie sorgt nach wie vor für Diskussionen in der Stadt. Denn die 5,50 Meter hohe Statue ist ein Geschenk der chinesischen Regierung an die Stadt Trier anlässlich des 200. Geburtstags von Karl Marx, der in Trier geboren und dort aufgewachsen war. Darf eine Stadt ein Geschenk annehmen von einer Regierung, die die Menschenrechte missachtet? Darüber gehen die Meinungen auseinander wie "Zur Sache"-Reporter Tilo Bernhardt erfahren hat.Außerdem im Programm:Zur Sache Pin: Wie aktuell ist der Kommunismus?Marx und Engels - sie gelten als Vordenker des Kommunismus. Unser Zur Sache Pin klärt auf: Wie aktuell ist der Kommunismus?Die SPD vor ihrem Parteitag - Wohin steuert die Partei und wie soll die Erneuerung funktionieren?Die Mitglieder der SPD haben ein bewegtes Jahr hinter sich - Parteichef Martin Schulz wurde erst bejubelt, dann kam der tiefe Fall. Das Ergebnis der Bundestagswahl war für die Partei ein Desaster und die Frage ob man nun in eine Große Koalition eintritt oder nicht, zäh und parteispaltend. Jetzt will man in der SPD wieder nach vorne schauen, sich inhaltlich, programmatisch und personell erneuern. Am Wochenende soll Andrea Nahles aus der Eifel von den Delegierten als Parteivorsitzende gewählt werden. Sie hat eine schwere Aufgabe zu bewältigen, nämlich die Partei wieder zu einen und für den Wähler wieder attraktiv zu machen. "Zur Sache"-Reporter Jörg Armbrüster hat sich an der Basis in Ludwigshafen umgehört und mit den Jusos sowie Parteiverantwortlichen gesprochen.Zur Sache hilft: Kasse will Hilfsmittel für Säugling nicht zahlenKatja und Christoph Sand aus Damflos im Hunsrück kämpfen mit ihrer Krankenkasse um die Kostenübernahme für eine sogenannte Kopforthese, die ihr Sohn dringend braucht. Beim zehn Monate alten Finn wurden Schädelverformungen festgestellt, die bei Nichtbehandlung zu chronischen Kopfschmerzen, Wahrnehmungs- und Haltungsstörungen führen könnten. Alle bis dahin angewandten Therapien haben keine entscheidenden Verbesserungen gebracht. Deshalb griffen die Ärzte in seinem Fall zu der Kopforthese, einer Art Helm, der die Schädelverformung sanft korrigiert. Finn trägt ihn fast den ganzen Tag über, inzwischen haben die Ärzte große Fortschritte bei ihm festgestellt. Doch weil die Kopforthese nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gelistet ist, weigert sich ihre Versicherung die rund 1.500 Euro für den Helm zu übernehmen. "Zur Sache Rheinland-Pfalz" schaltet sich in den Fall ein.Zur Sache Schätzchen: NannydemmiAuch wenn die eine in Mainz und die andere in Berlin sitzt - das wöchentliche Stelldichein via Skype darf nicht fehlen. Diesmal geht es um die Frage, ob die Kanzlerin mehr durchgreifen müsste. Klar, dass die beiden das ganz unterschiedlich sehen.zur-sache-rp.de

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19.04.2019 ∙ 19:23 Uhr