natürlich!: Im Grünen vom 11.06.2013 | Video der Sendung vom 11.06.2013 16:15 Uhr (11.6.2013)

Moderatorin Ulrike Nehrbaß vor dem Pirmasenser Schlossbrunnen

Im Grünen vom 11.06.2013

11.06.2013 ∙ natürlich! ∙ SWR Rheinland-Pfalz

Pirmasens ist nicht nur eine Stadt der Schuhindustrie, sondern, was weniger bekannt ist, auch eine Stadt der Quellen. In und um Pirmasens gibt es ungefähr 200 Quellen. So viele hat wohl kaum eine Stadt in Rheinland-Pfalz. Das Besondere an Pirmasens ist nun, dass es hier nicht nur gefasste, sondern auch eine ganze Reihe von renaturierten Quellen gibt, die man weder in der Stadt, noch in Stadtnähe so vermuten würde.Gerade die Quellen machen uns deutlich, was für ein Lebenselixir Wasser ist, was für ein kostbares und schützenswertes Gut. Obwohl Wasser ein Menschenrecht ist und bei uns in Deutschland in den meisten Fällen nicht den Gesetzen des Marktes unterliegen darf, möchte die EU mit einer neuen Konzessions-Richtlinie genau dies: Das Wasser den Gesetzen des Marktes unterwerfen. Wo die Wasserversorgung nicht ausschließlich in öffentlicher Hand ist, also Private beteiligt sind, soll eine EU-weite Ausschreibung Pflicht werden. Gegen diese Liberalisierungs-Pläne läuft nicht nur ganz Rheinland-Pfalz Sturm, sondern auch ganz Europa. Der Kampf ums Wasser findet nicht nur in fernen Ländern statt, er hat längst auch bei uns begonnen: Es geht um "unser" aller Wasser.Wasser ist nicht nur ein außerordentlich wichtiges Element der Daseinsvorsorge, es ist auch eine Gewalt, der man mit Respekt begegnen muss: Wenn kein Wasser da ist, verdursten wir, denn zu viel da ist, kann es ganze Existenzen vernichten. Wasser lässt sich nicht ohne weiteres aufhalten oder einschränken, es bahnt sich seinen Weg. Das wird gerade jetzt an den Hochwassern in ganz Deutschland klar. Das ist aber nicht nur bei uns so: In Japan, in Fukushima hat Wasser in Form einer Flutwelle zu einem atomaren Supergau geführt. Heute, zwei Jahre danach, hat man den Atommeiler immer noch nicht im Griff. Die Folgen des Atomunfalls, werden klein geredet. Die Regierung scheint immer noch nichts aus der Katastrophe gelernt zu haben. Die Menschen möchten sich aber nicht länger für dumm verkaufen lassen. Bürgermeister aus ganz Japan engagieren sich mittlerweile für einen Atomausstieg und eine Energiewende "von unten". Eine Delegation dieser Bürgermeister war vor kurzem auf Informationsreise in Rheinland-Pfalz und wir haben sie begleitet.Am Ende der Sendung berichtet Im Grünen über die Firma "Biovegan" aus Ransbach-Baumbach. Es geht um vegetarische Produkte, die nicht nur bio, sondern auch laktose- und glutenfrei sind und die selbstverständlich ohne Gentechnik produziert wurden. Die Firma ist seit 25 Jahren auf dem Markt und hat in den letzten Jahren so viel Erfolg gehabt, dass sie jetzt ganz groß expandieren muss, um mit der Nachfrage mithalten zu können.

Bild: SWR
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