natürlich!: Im Grünen vom 26. November 2013 | Video der Sendung vom 26.11.2013 17:15 Uhr (26.11.2013)

Moderatorin Ulrike Nehrbass

Im Grünen vom 26. November 2013

26.11.2013 ∙ natürlich! ∙ SWR Rheinland-Pfalz

Wer heute etwas über Pflanzen wissen will, hat die Qual der Wahl zwischen unendlich vielen Büchern zum Thema. Vor rund 500 Jahren war das noch anders. Das Wissen um die Pflanzen stammte damals vor allem aus der Antike und aus mündlichen Überlieferungen. Das änderte der Mainzer Otto Brunfels - seines Zeichens Mediziner, Theologe, Pädagoge und leidenschaftlicher Botaniker. Der heute nur noch in Fachkreisen geschätzte Universalgelehrte ging raus in die Natur, studierte die Pflanzen und schrieb bahnbrechende Werke, die ihn zum "Wegbereiter der modernen Botanik" machten. IM GRÜNEN mit Ulrike Nehrbaß stellt ihn vor.Universalgelehrte wie Otto Brunfels sind in der globalisierten, hochtechnologisierten Welt von heute kaum noch zu finden. In rasender Geschwindigkeit werden Waren über den ganzen Globus transportiert. Den Überblick hat der Laie längst verloren. Und wer glaubt, dass das Rad zurückgedreht werden kann, hat wenig Hoffnung. Zur Zeit planen die USA und Europa eine neue Freihandelszone: Entstehen könnte ein gemeinsamer Wirtschaftsraum für mehr als 800 Millionen Menschen. Geringe Zölle und gemeinsame Standards sollen den Zugang zu den Märkten erleichtern. Doch Kritiker schlagen Alarm. Sie befürchten die Aufweichung wertvoller Errungenschaften in der europäischen Landwirtschaft und sehen im Freihandelsabkommen ein Einfallstor für Gen-Food, Hormonfleisch oder Chlor-Hühnchen. IM GRÜNEN fragt nach.Je unübersichtlicher die globale Welt, desto mehr Menschen suchen nach alternativen Lebens- und Wirtschaftsformen. Ein Beispiel sind die Bauernhöfe, die nach dem Prinzip der "solidarischen Landwirtschaft" organisiert sind. Der Landwirt arbeitet und entscheidet nicht mehr allein, sondern gemeinsam mit denjenigen, die Teilhaber sind. Und produziert wird nicht mehr für einen anonymen Markt, sondern für die Gemeinschaft der Bauernhof-Mitglieder. Und das hat viele Vorteile, wie IM GRÜNEN herausgefunden hat.Was eine Gemeinschaft leisten kann, zeigt auch das Beispiel Duchroth bei Bad Kreuznach. Die knapp 600 Einwohner-Gemeinde ist schon seit 20 Jahren intensiv damit beschäftigt, das Dorf ökologischer und lebenswerter zu gestalten und hat dafür schon jede Menge Preise bekommen. Einen Ringweg um den Dorfkern, zahlreiche Bauerngärten und jede Menge Natursteinfassaden gibt es schon. Der neueste Clou der Duchrother: grüne Bürgersteige. IM GRÜNEN war vor Ort.

Bild: SWR
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