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Planet Schule - Politik & Gesellschaft: Krieg und Spiele | Video der Sendung vom 31.08.2019 06:00 Uhr (31.8.2019)

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Krieg und Spiele

31.08.2019 ∙ Planet Schule - Politik & Gesellschaft ∙ SWR Fernsehen

Was haben Dave Anthony, Entwickler des Videospiels "Call of Duty", James Gimzewski, Professor für Nano-Architektur und hunderte von Kids in einer großen Halle vor Monitoren gemeinsam? Sie sind Spieler. Konkret oder virtuell, mit Quadrocoptern, futuristischen Waffen oder künstlicher Intelligenz spielen sie mit den menschlichen und technischen Möglichkeiten. Wie real sind ihre Zukunftsvisionen? Und was verbindet sie mit Entwicklern von Drohnen und ferngesteuerten Kriegsgeräten? Eine filmische Reise. Die unbemannten Kriegsroboter der Zukunft sind nach dem Vorbild von Tieren gebaut. Perfekte Maschinen, die im Wasser, an Land und in der Luft die Bewegung jeder Maus und jedes Menschen erfassen. Und sie können töten. Autonom. Diese technische Entwicklung verändert jetzt schon die Kriege und unsere Vorstellungen von Ethik und Moral. Ja: unsere Stellung als Menschen in der Welt. Werden am Ende die Maschinen sogar die besseren Entscheidungsträger? Bringt uns die neue, aus der Ferne steuerbare Kriegstechnologie Aufklärung und Sicherheit, wie es die herstellende Industrie und die Regierungen versprechen, oder macht sie die Version eines totalen Überwachungsstaates möglich? Und was ist mit denen da unten, den Menschen im Fadenkreuz? Was passiert mit dem Begriff der Schuld, wenn Maschinen autonom töten? Wer ist verantwortlich, wenn sie einen Fehler machen? Wie verändert sich die Vorstellung von "Soldatenehre", wenn Menschen tausende Kilometer entfernt vor einem Computerbildschirm sitzen und nur noch überwachen, was die Maschine ausführt? Regisseurin Karin Jurschick bewegt sich in unterschiedlichen Parallelwelten: den Laboren der Forscher und der Militärs, den "Think Tanks", in denen Philosophen, Ethiker, Historiker und Militärwissenschaftler über Möglichkeiten und "Moral" der neuen Kriegswaffen nachdenken. Bei Computerspielern, für die es selbstverständlich ist, ihren Körper und ihre Fähigkeiten virtuell und gefahrlos zu erweitern. Bei Piloten, die lernen müssen, mit ganz neuen Anforderungen fertig zu werden: einer großen Distanz zum Geschehen und gleichzeitig einer neuen Intimität des Tötens, wenn sie ein menschliches "target" über Wochen heimlich beobachten. Bei Ausbildern, die darin unterrichten, Bilder zu lesen, die weit entfernt entstanden sind, um dann unter Umständen tödliche Entscheidungen zu treffen. Und bei den Opfern: Menschen, die mit und unter den neuen Kriegstechnologien leben müssen.

Bild: WDR

Video verfügbar:
bis 05.05.2023 ∙ 22:00 Uhr

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