Wir im Saarland - Kultur: Emotionale Investments - Das Theaterstück "Nora spielen" von Henrik Ibsen (09.09.2020) | Video der Sendung vom 09.09.2020 14:00 Uhr (9.9.2020)

Foto: Szene aus dem Schauspiel "Nora Spielen"

Emotionale Investments - Das Theaterstück "Nora spielen" von Henrik Ibsen (09.09.2020)

09.09.2020 ∙ Wir im Saarland - Kultur ∙ SR Fernsehen

Ein Stück über Liebe in Zeiten des Kapitalismus. Was können Menschen voneinander erwarten - und was müssen sie dafür tun? Zwar ist Nora eine selbstbewusste Frau - doch kann sie sich nur im Rahmen eines engen Rollenbildes entfalten. Ibsens Drama ist das zentrale Emanzipationstheaterstück des 19. Jahrhunderts. Nora ist eine Frauenfigur, die an einem Wendepunkt in ihrem Leben steht. Sie erkennt mit einem Mal, dass sie von ihrem Mann wie ein Püppchen behandelt wird. Torvald ist gerade befördert worden zum Bankdirektor. Er bietet seiner Familie ein Leben in Wohlstand, frei von Geldsorgen. Er entscheidet alles, ist durchaus gut zu seiner Frau Nora, aber sie hat nichts zu melden. Sie ist lediglich sein " Singvögelchen" - so heißt es im Text. Regisseurin Schirin Khodadadian macht aus der Frauenfigur des 19. Jahrhunderts eine moderne, selbstbewusste Frau, nicht nur Oper. Sie setzt ihre Attraktivität ein, spielt damit. Setzt sie damit ihr persönliches, individuelles und weibliches Kapital ein? Für die Regisseurin ist dies auch ein Stoff für Kapitalismus-Kritik, wie sie Uwe Loebens erzählt hat.

Bild: Quelle: SR-online

Video verfügbar:
bis 09.09.2021 ∙ 16:50 Uhr

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