Arbeitsplatz: Brief der Woche an die Bürokraten in Brüssel zur DSGVO | Audio der Sendung vom 19.05.2018 14:00 Uhr (19.5.18)

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Arbeitsplatz

Brief der Woche an die Bürokraten in Brüssel zur DSGVO

19.05.2018 | 2 Min. | Verfügbar bis 19.05.2019 | Quelle: SWR

Anmod. Vorschlag: Der 25. Mai rückt näher. Der Stichtag, ab dem die sogenannte Datenschutzgrundverordnung angewendet werden wird – und die im Grunde jeden von uns betrifft. Ob als Verbraucher, als Vereinsmitglied oder als Unternehmer – keiner entkommt in diesen Tagen der „DSGVO“. Der Brief der Woche von Sabine Geipel geht daher an die Verantwortlichen in Brüssel, die uns die neue Verordnung eingebrockt haben. Liebe Bürokraten in Brüssel,ich schreibe Ihnen einen Brief, damit Sie sich freuen. Denn ihretwegen bekomme ich selber ja gerade ständig Post. Meine Bank schreibt mir (übrigens für jedes Konto, das ich besitze, einzeln), der Reise-anbieter, bei dem ich den - achweißtDunochSchatzdamals - Kanaren-Urlaub gebucht hatte, schickt mir nen Brief und vom Elektrohändler um die Ecke kam auch was. Meinen überlaufenden E-Mail-Account brauch‘ ich gar nicht erst erwähnen und auch nicht die ganzen Hinweise, die mir jedesmal -Pling-Pling-Pling!- entgegenspringen, wenn ich im Internet unterwegs bin. Toll! Es wird kommuniziert, was das Zeug hält! Denn alle haben anscheinend großen Bammel und wollen nur ja alles richtig machen – bei der DSGVO. Und das ist übrigens keine neue Castingshow im Privatfernsehen – sondern die liebevolle Abkürzung für ein Ungetüm aus 88(!) Seiten mit 99(!) Artikeln, das Ihr euch ausgedacht habt: Datenschutzgrundverordnung. Allein das Wort find ich genial! Klingt nach Satire – ist aber purer Ernst. Und ist im Grunde ja auch ne Super-Sache – so mit mehr Datenschutz, mehr Transparenz, mehr Verbraucherrechte, na klar. Aber, liebe Bürokraten in Brüssel – wie so oft, wenn etwas von Euch kommt, ist es gut gemeint, aber schlecht gemacht – und vor allem katastrophal kommuniziert. Statt Sicherheit – Verunsicherung! Statt Transparenz – Ratlosigkeit. Schaut doch mal, was gerade los ist: Arzthelferinnen versuchen verzweifelt herauszubekommen, ob Sie ihre Patienten noch mit Namen ins Behandlungszimmer rufen dürfen – oder Ihnen lieber Nummern wie an der Wursttheke…

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