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Kulturgespräch

Leitfaden zum Umgang mit kolonialer Raubkunst: "Kein politisches Zeichen"

31.10.2018 | 6 Min. | Quelle: SWR

Interview mit Christian Kopp, NGO Berlin Postkolonial | Im Mai ist er in einer ersten Version veröffentlicht worden, jetzt wird er von Fachleuten diskutiert: der Leitfaden zum Umgang mit kolonialer Raubkunst. Probleme mit diesem Leitfaden hat Christian Kopp. Er ist Mitbegründer der NGO Berlin Postkolonial. "Eigentlich wollte man ihn mit den Kollegen aus den ehemals kolonisierten Ländern zusammen erstellen." Das sei nicht geschehen. "Schon wieder haben jetzt weiße deutsche Wissenschaftler und auch Juristen vorgelegt. Das ist keine Zusammenarbeit auf Augenhöhe", so Kopp im Gespräch mit SWR2. Zudem sei dieser Leitfaden viel zu unverbindlich. Den Museen werde lediglich empfohlen, wie sie sich verhalten, "mehr nicht". Es drehe sich nur um die Frage, wie sie mit Anfragen umgehen, "ohne dass es dann gleich zu einer Rückgabe kommt". Der Historiker und Ausstellungsmacher fordert, sich klar zu positionieren: Ist Kolonialismus ein Rechts- oder ein Unrechtssystem gewesen? Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung seien NS- und SED-Unrecht mit diesen Worten in eine Reihe gestellt worden. Daneben sei völlig wertfrei von "Kolonialgeschichte" die Rede. "Wir brauchen ein klares Bekenntnis, dass Kolonialismus Unrecht war." Dann kläre sich auch vieles für die Objekte.

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