SWR2 Journal am Morgen: Demokraten und Einwanderer gegen Trump | Audio der Sendung vom 06.11.2018 08:10 Uhr (6.11.18)

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Michael Werz, Politikwissenschaftler, Quelle: Centre for American Progress, Washington D.C.

SWR2 Journal am Morgen

Demokraten und Einwanderer gegen Trump

06.11.2018 | 9 Min. | Verfügbar bis 05.11.2019 | Quelle: SWR

Wer die Migration nicht als Mutter aller Probleme versteht, stimmt an diesem Dienstag für die Demokraten? "Das kann man so sagen", so Politikwissenschaftler Michael Werz ("Center for American Progress") kurz vor den Kongresswahlen in den USA. Die amerikanische Gesellschaft sei entlang von Hautfarbenlinien polarisiert. Mit einer Panikattacke aus Globalisierung, Freihandel und Immigration versetze US-Präsident Donald Trump die Menschen in Schreckzustände. Aber: "Die Demokraten haben sich entschieden, nicht ausschließlich gegen Trump Wahlkampf zu führen." Das habe sich als kontraproduktiv erwiesen. "Sie haben sich insbesondere auf Gesundheitsreformen, Erziehungsthemen und die Frage besser bezahlte Arbeitsplätze konzentriert." Die Enttäuschung über die Niederlage ihrer Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton im Jahr 2016 sitze tief. "Sie wird aber zunehmend in eine Mobilisierung übersetzt, die ihresgleichen sucht." Die Partei stelle ihre Kandidaten und Kandidatinnen auch dort auf, wo die Republikaner überwältigende Mehrheiten haben. Und unterstütze lokale Aktivisten und Graswurzelbewegungen sehr viel stärker. Den Demokraten rechnet Werz gute Chancen zu: "Die Vereinigten Staaten sind ein dynamisches Einwandererland. Es gibt gerade unter jüngeren Amerikanern keine weiße Bevölkerungsmehrheit mehr." Diese Afroamerikaner, Latinos, gebildeten Weißen, urbanen Mittelschichten, Frauen, Asiaten, Juden und Araber wählten in großen Teilen demokratisch. "Das ist eine Regenbogenkoalition, von der Franklin D. Roosevelt schon träumte, und die Barack Obama an die Macht geführt hat. Und die werden die Demokraten wieder versuchen zu aktiven."

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