SWR2 Journal am Morgen: Eine neue Nahles hilft nicht weiter | Audio der Sendung vom 05.11.2018 08:10 Uhr (5.11.18)

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Bettina Gaus, TAZ, Quelle: picture-alliance / dpa

SWR2 Journal am Morgen

Eine neue Nahles hilft nicht weiter

05.11.2018 | 8 Min. | Verfügbar bis 04.11.2019 | Quelle: SWR

Wer es besser oder schneller könne als sie, der solle sich melden, sagte Andrea Nahles am ersten Tag der SPD-Klausur in Berlin. Den Ton fand die politische Korrespondentin der taz, Bettina Gaus, etwas barsch. "Das erinnert mehr so an einen Schulhofstreit." In der Sache habe die Parteivorsitzende aber Recht. Die SPD habe kein Personal-, sondern ein Standortproblem. "Die Lehre aus dem Absturz von Martin Schulz, der ja mit hundert Prozent zum Parteivorsitzenden gewählt worden war, ist zu sagen: Es hat keinen Sinn mit immer neuen Köpfen." Zur selben Zeit entstehe bei der CDU durch die Frage, wer im Dezember die oder der neue Parteivorsitzende wird, eine Art Aufbruchstimmung. "Das ist bei der SPD mit diesen Mitteln nicht mehr hinzukriegen. Dafür haben sie die Vorsitzenden in den letzten Jahren zu oft ausgetauscht" - in den letzten 18 Jahren zehn Mal. Diesen Verschleiß an Führungspersonal erklärt sich die Journalistin damit, dass die SPD noch immer verzweifelt nach Orientierung suche. "Ich bin sehr dankbar, nicht Politikberaterin für die Sozialdemokraten zu sein, weil mir im Moment auch kein Weg einfällt, wie man aus der Krise rauskommt." Da die SPD am stärksten mit der Frage der sozialen Gerechtigkeit identifiziert würde, sei die Enttäuschung nicht zuletzt über die Agenda 2010 unter Gerhard Schröder noch immer am größten: "Da haben die Leute offensichtlich ein langes Gedächtnis und sind nachtragend."

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