SWR2 am Morgen: Autor Volker Weidermann über Schriftsteller als Revolutionäre | Audio der Sendung vom 09.11.2018 06:00 Uhr (9.11.18)

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Volker Weidermann, Quelle: picture-alliance / dpa

SWR2 am Morgen

Autor Volker Weidermann über Schriftsteller als Revolutionäre

09.11.2018 | 7 Min. | Verfügbar bis 09.11.2019 | Quelle: SWR

Am 9. November 1918, heute vor 100 Jahren, war er endlich geglückt: der Sturz der Monarchie. Noch schneller als die Berliner waren die Münchner mit Kurt Eisner. Diese Revolution sollten wir in unserer Erinnerung positiver besetzen, findet Autor Volker Weidermann ("Träumer - Als die Dichter die Macht übernahmen"). Die kurze Phase der Münchner Räterepublik sei ein besonderes Kapitel deutscher Geschichte gewesen, weil viele Schriftsteller und Dichter Teil waren. Es sei ein Kristallisationsmoment gewesen: "Ein deutscher Traum wurde Wirklichkeit, nämlich die Vereinigung von Geist und Macht, Literatur und Politik". Auch seien die Demonstrationen friedlich verlaufen, "lange ist kein Schuss gefallen". Ebenso ungewöhnlich: Dass sich der Berliner Jude Kurt Eisner einfach auf den frei gewordenen Stuhl des Ministerpräsidenten setzen und regieren konnte. "Vielleicht waren die Träume doch ein bisschen zu groß". Weidermann bewundert bis heute das große Aufbruchspathos. "Dass man die größten Fragen gestellt hat, aber auch die größten Antworten gegeben hat". Eine Idee der Zeitgenossen war etwa das sogenannte Schrumpfgeld. "Das waren großartige Ideen, aber auf der anderen Seite waren sie die ersten Praktiker, sie hatten keine Blaupausen".

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