SWR2 am Morgen: Klimawandel und Völkermord | Audio der Sendung vom 08.10.2018 06:00 Uhr (8.10.18)

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Jürgen Zimmerer, Quelle: picture-alliance / dpa

SWR2 am Morgen

Klimawandel und Völkermord

08.10.2018 | 6 Min. | Verfügbar bis 08.10.2019 | Quelle: SWR

Der Klimawandel sei "in seinen globalen Auswirkungen vor allem ein Gerechtigkeitsthema", sagt der Historiker und Afrika-Experte Jürgen Zimmerer von der Universität Hamburg. Wegen der extremen Folgen des Klimawandels im globalen Süden sei die Klimagerechtigkeit "auch ein entscheidender Faktor, wenn man Fluchtursachen bekämpfen und Gewalt minimieren will." Und Historiker Zimmerer betont noch eine andere Seite des Klimawandels: Bei der historischen Erforschung von Genoziden sei auffällig, dass "Ressourcenknappheit oder vorgestellter Ressourcenknappheit" als eine Art Katalysator für Völkermorde wirke. Diese seien nicht nur ideologische Verbrechen, sondern müssten auch im Zusammenhang mit Ressourcenknappheit gesehen werden. "Eine nachhaltige Genozid-Prävention sei deshalb nur über globale soziale Gerechtigkeit möglich", meint Jürgen Zimmerer.

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