Expedition in die Heimat: Schwäbische Restlesküche - nix verkomma lassa! | Video der Sendung vom 22.04.2019 16:30 Uhr (22.4.2019)

Schwäbische Restlesküche - nix verkomma lassa! - Standbild

Schwäbische Restlesküche - nix verkomma lassa!

22.04.2019 Expedition in die Heimat SWR Baden-Württemberg

Früher waren Reste in der Speisekammer oder Übriggebliebenes vom Sonntagsessen geradezu heilig, nichts wurde fortgeschmissen. Man hatte meist nicht viel, lebte kärglich und Notzeiten nach Kriegen verschlechterten die Versorgungslage zusätzlich. Das Kochen mit Resten war üblich - oft entstanden daraus ganz eigene Gerichte, die auch heute noch populär sind. Der Film zeigt die historischen Hintergründe des Resteessens aber auch die Renaissance im Ländle. Klassiker der Schwäbischen Arme-Leute-Küche kommen wieder in Mode. Ob Ofenschlupfer oder Gemüsesuppe, "nix verkommen lassen" ist die Devise. Mit Zero Waste, Nose-to-Tail und Leaf-to-Root oder Local Food, sind wir - zumindest in Nischen - wieder dabei, unsere Ernährung ernster zu nehmen und in Sachen Nachhaltigkeit neue Maßstäbe zu setzen. Der Film begleitet Menschen von der Schwäbischen Alb, aus Stuttgart und dem Allgäu, die sich diesem Gedanken verschrieben haben: Silke Keppler-Klaus aus Pfullingen, bereitet im Heimatmuseum in Dettingen an der Erms ein klassisches Resteessen zu und achtet auch in der Schulküche, in der sie ehrenamtlich tätig ist, darauf möglichst wenig wegzuwerfen. Philipp Sontag aus Kißlegg gehört zu den wenigen Metzgern, die noch selbst schlachten und das ganze Tier verwerten. Genuß-Tüftlerin Melanie Lang aus Römerstein stellt aus nicht verkauften Backwaren Knödel und andere Leckereien her. Auch junge Leute in Stuttgart haben der Wegwerfmentalität den Kampf angesagt: sie holen Reste aus den Supermärkten und verabreden sich zum gemeinsamen Kochen. Sie alle eint ein Gedanke: Lebensmittel sind wertvoll, man sollte achtsam mit ihnen umgehen.

Bildquelle · SWR

Video verfügbar bis:
21.04.2020 ∙ 14:00 Uhr