natürlich!: Im Grünen vom 29. Oktober 2013 | Video der Sendung vom 29.10.2013 17:15 Uhr (29.10.2013)

Schäferhund

Im Grünen vom 29. Oktober 2013

29.10.2013 ∙ natürlich! ∙ SWR Rheinland-Pfalz

Calvados, Rolex, Jim Beam - Tiernamen werden immer toller und es zeichnet sich ab, dass der gute alte Bello ausgedient hat. Veränderungen, die auch der Wissenschaft nicht entgangen sind. In Mainz gab es sogar eine Fachtagung zur Benennung von Tieren. Wir haben uns kundig gemacht und stellen die neuesten Trends vor.Was für Namen wir unseren Haustieren auch immer geben, vielfach zeigen sie, dass die Tiere uns sehr nahe sind. Wir feiern ihren Geburtstag, bringen sie zum Friseur oder zur Massage und zum Schluss beerdigen und trauern wir um sie. Diese Nähe zu Tieren können auch Menschen haben, die sie schießen: Jäger, zum Beispiel. Wenn Wildtiere und Jagd im Fokus der Aufmerksamkeit stehen, geraten auch mal schnell die Emotionen in Wallung. Stein des Anstoßes ist diesmal das landesweite Wildfütterungsverbot, das zu einem monatelangen, man kann ruhig sagen, hässlichen Streit mit der Landesregierung, aber auch innerhalb der Jägerschaft geführt hat. Gegenseitige Schuldzuweisungen haben den Ton erheblich verschärft. Wir haben versucht jenseits von Ideologie und Instrumentalisierung, die Debatte zu versachlichen.Ohne Jagd, das sei hier gesagt, und engagierte Jäger ist ein naturnaher Wald, der sich selbst verjüngt, nicht möglich. Die Jäger sind für das Ökosystem Wald deshalb überlebenswichtig. Sie können einen wichtigen Beitrag zum Artenreichtum unserer Wälder leisten. Artenreichtum und Nachhaltigkeit - das sind übrigens auch die Stichwörter für den nächsten Beitrag. Thomas Braun aus Duchroth an der Nahe möchte Beton und unser einheitliches, gleichförmiges öffentliches Grün mit pflanzlichem Einfallsreichtum auflockern: Er entsiegelt Bürgersteige, die nicht genutzt werden und bepflanzt sie mit heimischen Wildpflanzen: Das ist nicht nur pflegeleicht, sondern auch noch kostengünstig.Ein Beitrag gegen Eintönigkeit und pflanzliche Einfallslosigkeit im öffentlichen Grün. Dass wir auch selber in unserem eigenen Garten etwas für die Artenvielfalt tun können, dafür steht der Verein "Freie Saaten" in Haßloch. In seinen Gärten züchtet er alte, fast ausgestorbene Sorten, um ihre Samen zu bewahren. Viele dieser Sorten findet man nur selten oder gar nicht auf dem Markt. Das liegt daran, dass es auch für Saatgut Verordnungen und Gesetze gibt, nach denen es vertrieben werden darf. Die Zulassungspraxis bevorzugt aber Sorten, die sich gut vermarkten lassen und benachteiligt alte Sorten, die nicht zuletzt auch deshalb vom Aussterben bedroht sind: In den letzten 100 Jahren sind dreiviertel aller ursprünglich angebauten Pflanzensorten ausgestorben. Es sind also wahre Schätze, die hier geerntet werden können.

Bild: SWR
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