Morgenmagazin: DGB-Chef Hoffmann warnt vor Verdichtung der Arbeitszeit | Video der Sendung vom 30.04.2018 05:30 Uhr (30.4.18) mit Untertitel

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DGB-Chef Reiner Hoffmann, Quelle: WDR

Morgenmagazin

DGB-Chef Hoffmann warnt vor Verdichtung der Arbeitszeit

30.04.2018 | 4 Min. | UT | Verfügbar bis 30.04.2019 | Quelle: WDR

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Reiner Hoffmann, hat angesichts der zunehmenden Digitalisierung vor einer gesundheitsschädlichen Verdichtung der Arbeitszeit gewarnt. Hoffmann erklärte, die Entzerrung der Arbeitszeit biete zwar auch Vorteile, die Interessen der Arbeitnehmer müssten jedoch im Vordergrund stehen. <br><br>
Die Arbeitgeber seien gleichzeitig gefordert, ihren Mitarbeitern Fortbildungsmöglichkeiten anzubieten, damit diese sich auf die sich wandelnde Situation am Arbeitsmarkt besser einstellen könnten.<br><br>
Die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens lehnt der Gewerkschaftschef als Zukunftsperspektive ab. "Wir halten gar nichts davon. Wir brauchen Tarifbindung in unserem Land, dass Arbeitnehmer ordentliche Löhne bekommen. Arbeit ist nach wie vor zentral für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Arbeit strukturiert für den Alltag. Arbeit wirkt für die Identifikation und Kommunikation der Menschen." <br><br>
Ein bedingungsloses Grundeinkommen wirke wie eine "Abstellprämie", betonte Hoffmann. "Das kann nicht die Perspektive sein", sagte Hoffmann.<br><br>
Zum Thema Strafzölle im Handel mit den USA erklärte Hoffmann, er sehe wie BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang die Gefahr, dass am Ende die USA und Europa gleichermaßen als Verlierer dastehen könnten. Gegenzölle der EU dürften nur als ultima ratio in Betracht kommen.

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