unicato: Dialekte - alles außer Hochdeutsch | Video der Sendung vom 27.06.2024 00:10 Uhr (27.6.2024) mit Untertitel

Foto eines Miniatur-Häuschens, davor der Schriftzug unicato Dialekte - alles außer Hochdeutsch

Dialekte - alles außer Hochdeutsch

27.06.2024 ∙ unicato ∙ MDR-Fernsehen
Ab 0UT
Moderator Markus Kavka vor Sendungslogo "Unicato Auf dem schwarzen Hintergrund liegen ein rosafarbenes und ein himmelblaues Rechteck. In ihrer Überschneidung bilden sie ein weißes Quadrat.  Ein weiteres weißes Qudrat hebt das Porträt des Moderators hervor

Sprache ist mehr als nur ein Mittel zur Verständigung - sie ist ein lebendiges Kulturgut, das unsere Identität prägt und Gemeinschaften zusammenhält. In der Vielfalt ihrer Ausdrucksformen spiegelt sich nicht zuletzt die Kultur eines Landes wider. Dialekte, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, sind ein Zeugnis regionaler Eigenheiten und historischer Entwicklungen. Sie sind das Lokalkolorit, das Gespräche pointiert und die Zugehörigkeit zu einer Region unterstreicht. In der kommenden Ausgabe von "unicato - Das Kurzfilmmagazin" feiern wir diese sprachliche Vielfalt mit einer Auswahl an Kurzfilmen, die in verschiedenen Dialekten gedreht wurden und ihre ganz eigenen Geschichten erzählen. Von Erzgebirgisch über Bayrisch bis hin zu Plattdeutsch - jeder Film ist ein Fenster in eine Welt, in der die Sprache nicht nur Mittel zum Zweck, sondern auch Ausdruck der Lebensart ist. Dabei reicht die Bandbreite von heiteren Alltagsbeobachtungen bis hin zu tiefgründigen persönlichen Geschichten. unicato-Moderator Markus Kavka trifft seine Gesprächspartner:innen im Schreber‘s in Leipzig - dem Geburtsort der Vorstellung eines eigenen Refugiums im grünen Gartenparadies. Mit ihnen taucht er in die Welt der Dialekte ein, wo jeder Satz ein Stück Heimat erzählt:   Mit dem Animations- und Experimentalkünstler Felix Klee sprechen wir über den Trauerprozess nach dem Verlust des Familienhofs in Niederbayern und warum es für ihn so essentiell ist, Tagebuch auf bayrisch zu schreiben. Der Animationskünstler Michael Bohnenstingl erklärt uns, warum seine Figur Gottlieb nur in Schwäbisch authentisch werden konnte und inwiefern Sprache, Timing und die Figur verwachsen sind. Jens Rosemann zeigt uns das Erzgebirge aus der heiteren Sicht seiner beiden animierten Figuren Peschi und Poschi und erzählt darüber, warum er in seinen Filmen das Sächsische nach und nach durch Hochdeutsch ersetzt hat. Der Dokumentarfilmer Erik Lemke spricht über die Transfrau Evi aus Radeberg. Als Mann geboren, merkte Evi lange vor dem Mauerfall, dass sie eine Frau ist - in einer Zeit, in der das Vokabular für Transgenderpersonen noch längst nicht in der breiten Öffentlichkeit angekommen und das Verständnis dafür in der sächsischen Provinz nicht vorhanden war. Darüber hinaus sprechen wir mit Prof. Dr. Susanne Voigt-Zimmermann von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die sich der Sprech- und Dialektforschung widmet. Sie erklärt uns den Unterschied zwischen Sprache und Dialekt sowie ihren zugesprochenen Eigenschaften, und analysiert, warum die Filme der Sendung trotz Dialekt überhaupt nicht provinziell sind. Filme in der Sendung: "Bis Donnerschdag" von Michael Bohnenstingl (Animation, DE 2017, 9 min) Gottlieb Schneider will am kommenden Donnerschdag sein Katzentheater beim Talentabend an der Schule vorführen. Doch die anderen Kinder nennen ihn "gay" und schlagen ihn. Nachdem ihm auch der Vertrauenslehrer nur Plattitüden mit auf den Weg gibt, bleibt Gottlieb nichts and


Bild: MDR unicato