Unser Dorf hat Wochenende: Burgtonna | Video der Sendung vom 28.04.2024 09:00 Uhr (28.4.2024) mit Untertitel

vier Frauen reinigen ein öffentliches Freizeitbad

Auch sonst ist das Dorf in heller Aufregung, denn das Dorfjubiläum steht bevor. 1150 Jahre alt ist Burgtonna und das wird im Juni eine ganze Woche lang gefeiert. Der Kindergarten schließt sich gleich mit an, denn der wird 70. So liegt es nahe, den Nachwuchs in die Vorbereitungen miteinzubeziehen, bei denen erneut Geschichte geschrieben wird. Der große Stein, der 1974 zum 1100 Dorfgeburtstag gesetzt wurde, kommt weg und macht Platz für einen neuen. Wenn nur wenige hundert Meter vom Kindergarten entfernt ein Bagger den gewaltigen Stein weghievt, sind die Kleinen natürlich Zeugen. Ralf Baumgarten, der Steinmetz, nimmt uns danach mit in seine Werkstatt, wo er zwischen seinen Aufträgen an dem neuen Stein arbeitet. Am Samstagvormittag haben Feuerwehr und Schwimmbadfreunde einen gemeinsamen Arbeitseinsatz vor. Während die Kameraden beginnen, das abgestandene Wasser aus dem Becken zu pumpen, bekommt das Bademeisterhäuschen einen neuen Anstrich. Auch im künftigen Vereinshaus gibt es, wie an jedem Wochenende seit drei Jahren, viel zu tun. Damit die Räume bald bezogen werden können, packen die Mitglieder der verschiedenen Dorfvereine mit an. Gleich nebenan im Bürgerhaus ist an diesem Samstag wieder Knirpsenflohmarkt. Der Andrang ist jedes Mal groß, denn der Nachwuchs kann hier nachhaltig und kostengünstig für die neue Saison eingekleidet werden. Für das Flohmarktteam ein enormer Aufwand, denn es bündelt das Verkaufen, was eine aufwändige Sortieraktion vorher und danach mit sich bringt. Am Nachmittag geht es ruhiger und hochkonzentriert zu, wenn sich der Schachverein zum Training trifft. Der Sonntag ist der Tag zum Bäumepflanzen im Privatwald in der Fahner Höhe, den eine Forstbetriebsgemeinschaft bewirtschaftet. Klangvoll endet das Wochenende in der Kirche von Burgtonna, eine der wenigen, die in der DDR gebaut wurden. Hier singt der Chor "Klangfreude" sein Repertoire an geistlichen und weltlichen Liedern a capella in der Kirche. Das geht unter die Haut.


Bild: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK