Programmübersicht

Das Erste-Logo
Bayerischer Rundfunk-Logo
Hessischer Rundfunk-Logo
Mitteldeutscher Rundfunk-Logo
Norddeutscher Rundfunk-Logo
Radio Bremen-Logo
Rundfunk Berlin-Brandenburg-Logo
Saarländischer Rundfunk-Logo
Südwestrundfunk-Logo
Westdeutscher Rundfunk-Logo
ARTE-Logo
KiKA-Logo
3sat-Logo
ARD alpha-Logo
tagesschau24-Logo
phoenix-Logo

Vormittags 05:30 - 14:00 Uhr

10:15 Uhr

Der Graf mit der eisernen Faust

Filme im MDR
UT

Paris um 1830. Auf einem Ball des Pariser Adels wird der elegante Graf Rodolphe de Sombreuil (Jean Marais) von Baron de Lansignac (Raymond Pellegrin) zu einer Kutschwettfahrt durch die Stadt herausgefordert. In einer engen Gasse verletzt der Graf mit seiner Kutsche einen alten Mann, Monsieur Godin (Charles Bouilland). Er gibt ihm seine Börse als Schmerzensgeld und fährt zu seinem Palast, wo ihm seine Geliebte Irène (Dany Robin) die Freundschaft des wohlhabenden Lansignac nahe legt. Godin stirbt wenige Tage später. Seine Tochter Marie (Jill Haworth) will ihre Mutter (Madeleine Barbulée) unterstützen und sucht eine Arbeit. Dabei fällt sie in die Hände der "Eule" (Renée Gardès), eine Kupplerin, die junge attraktive Mädchen entführt und als Bedienung und leichte Mädchen verkauft. Eines Tages erhält Sombreuil seine Geldbörse, die man bei der todkranken Madame Godin fand. Als er sie im Hospital aufsucht, erzählt sie ihm von ihrer verschwundenen Tochter und bittet ihn, sie ausfindig zu machen. Der Graf beschließt, sich als einfacher Arbeiter zu verdingen und sie in den Vierteln der kleinen Leute zu suchen. Er lernt den "Messerstecher" (Pierre Mondy) kennen, der ihn zur "Eule" in eine üble Kaschemme führt und zu seinem besten Freund wird. Nach einer wüsten Schlägerei können die beiden Männer mit Marie fliehen. Allerdings hat Lansignac, dem die "Eule" gerade Marie anbieten wollte, die Szene beobachtet und Sombreuil erkannt. Er schmiedet eine mörderische Intrige, für die er auch Irènes wachsenden Unmut über den Grafen nutzt. Ein sehr spannender, dramatischer Abenteuerfilm, der nach dem Roman "Die Geheimnisse von Paris" des französischen Schriftstellers Eugène Sue entstand. Es war der berühmteste Zeitungsroman des 19. Jahrhunderts. Unterhaltungsspezialist André Hunebelle inszenierte ihn mit dem unvergesslichen Jean Marais in der Titelrolle, der hier alle Register seines Könnens ziehen kann - er ist der strahlende, charmante, gut aussehende Held, der für das Gute kämpft und vor keiner Gefahr zurückschreckt.

Nachmittags 14:00 - 20:15 Uhr

14:10 Uhr

Abenteuer im Zauberwald

Märchen-Klassiker
UT

Es lebten einmal ein alter Mann und eine alte Frau. Sie hatten zwei Kinder. Nastjenka, ein überaus schönes und fleißiges Mädchen, war die Tochter des Alten. Doch von ihrer Stiefmutter hörte sie nur Schelte, denn diese liebte nur ihre eigene Tochter Marfuschka. Marfuschka war faul und hässlich. Eines Tages begegnet Nastjenka im Wald dem jungen eitlen Iwan. Iwan prahlt vor allen Leuten. Er benimmt sich auch dem Waldmännchen gegenüber hochmütig. Als er eine Bärenmutter töten will, verwandelt ihn der kleine Geist in einen Bären. Das geschieht vor den Augen Nastjenkas. Traurig und verzweifelt irrt der verzauberte Iwan durch den Wald. Doch nachdem er eine gute Tat vollbracht hat, gewinnt er seine menschliche Gestalt zurück. Fortan sucht er Nastjenka, in die er sich verliebt hat. Doch Nastjenka wurde inzwischen von der Stiefmutter verstoßen. Bei der Suche nach einem Bräutigam für Marfuschka hatten alle Freier nur auf deren schöne Schwester geblickt. So muß der Alte seine Tochter in den tiefverschneiten Wald bringen. Hier trifft das Mädchen Morosko, Väterchen Frost, der es aufnimmt und in seiner Hütte bewirtet. Iwan begegnet im Zauberwald einer Hexe, die ihm helfen will, Nastjenka zu finden. Doch der Schein trügt. In Wahrheit will sie Nastjenka töten, was ihr auch mithilfe eines Katers gelingt. Aber als Iwan vor Nastjenka steht, erwacht sie wieder. Beide sind glücklich und fahren mit vielen Geschenken von Väterchen Frost nach Hause. Marfuschka ist neidisch, sie will ebenfalls einen Bräutigam und Edelsteine haben. So lässt sie sich auch in den Zauberwald bringen und fordert von Morosko die gleichen Gaben, die er ihrer Stiefschwester gegeben hat. Doch zum Gespött der Leute kehrt sie ohne Schmuck und Freier in einem lächerlichen Ferkelgespann zurück.

Abends 20:15 - 05:30 Uhr

20:15 Uhr

Brettl-Spitzen XXVIII

Brettl-Spitzen

Vom klassischen Operetten-Couplet bis zum frechen Schwerenöter präsentiert Jürgen Kirner vergnüglich und unverwechselbar die "Brettl-Spitzen XXVIII". Und pointiert spannt er in seinen Moderationen den Bogen vom historischen Volksgesang bis hin zur modernen Kehrvers-Variante – gerade so, wie es seit elf Jahren im Hofbräuhaus guter Brauch ist. Binnen Sekunden bringen die niederbayerischen Urgesteine Tom und Basti den Festsaal zum Beben und wie immer schaut die Couplet-AG dem Volk süffisant aufs Maul – dieses Mal beim Thema "Klassentreffen".Als Nachwuchs aus bayerischen Landen feiern Premiere der junge Jonas Eder aus dem Rottal und Martin Kraft, ein gestandenes Mannsbild aus der Holledau.An der Harfe kämpft Tobi Probst virtuos mit seinem Haushalt und das Trio Bauernseufzer aus der Oberpfalz nimmt süffisant die Zeitungsmacher aufs Korn.Die Geschwister Kainzmaier besingen fröhlich ein bayerisches Nationalgericht und der Münchner Roland Hefter gesteht seinen heimlichen Berufswunsch und bricht eine Lanze für mehr körperliche Gelassenheit.Zu einem Bewerbungsgespräch der besonderen Art laden Bianca Bachmann und Jürgen Kirner ein. Und das charmante Franken-Oberpfalz Duo Mausi und Tobi verzaubert mit einer raffinierten Interpretation von "Wenn die Glocken hell erklingen".Die Neurosenheimer bleiben sich selbst treu und präsentieren musikalisch-neurotische Wahrheiten. Das Duo De Gschubstn rockt die Bühne und freut sich über Freibier und die Gunst der Damen. Und wieder einmal begeistern die Schrillen Fehlaperlen aus dem Ländle mit deftig-traditionellem Volksgesang.Die Solisten und der "Brettl-Spitzen"-Chor werden kongenial unterstützt von der "Brettl-Spitzen"-Musi – dieses Mal mit Katharina Baur, Berni Filser, Florian Gröninger und Bernhard Gruber.

00:50 Uhr

Popvideos in der DDR

MDR Dok
UT

In der DDR gab es Popvideos in einer großen Bandbreite, bunten Vielfalt und künstlerisch hochwertigen Formen. Bereits Anfang der 1970er Jahre heben die DEFA-Studios die Disco-Filme aus der Taufe. Die Visualisierung der Musik mit Interviews der Künstler ergänzt, bieten die ersten Disco-Filme einen interessanten Einblick in das Musikerleben. Damit ist die DEFA ihrer Zeit voraus. Weltweit beginnt der Siegeszug der Popvideos erst Anfang der 1980er mit dem Start von MTV in den USA als reines Musikvideoprogramm. Zwei Jahre später 1983 startet in der Bundesrepublik die Musiksendung "Formel Eins". Michael Jacksons legendärer Clip zu "Thriller" oder Videos von Depeche Mode, The Cure oder den Pet Shop Boys werden von der Jugend in Ost und West begeistert aufgenommen. Peter Illmann, Ingolf Lück werden die neuen Helden einer jungen Generation. Auch in der DDR will man den Trend aufnehmen. Das Fernsehen der DDR versucht mit Musiksendungen, wie "STOP! Rock", "KLIK" oder "Bong", einen eigenen Musikmarkt zu etablieren. Titel mit Hitpotential von bekannten einheimischen Bands wie Karat, Puhdys oder Silly, aber auch von neuen Gesichtern wie Petra Zieger, Rockhaus, Datzu, Ines Paulke oder IC Falkenberg werden als Musikclips nach westlichem Vorbild inszeniert, produziert. In der Dokumentation erzählen entlang der Musikclips der DDR und Bundesrepublik der 1980er Künstler und Künstlerinnen, Regisseure und ModeratorInnen, unter welchen Bedingungen und mit welchem Ziel die Clips entstanden, welche technischen und anderen Schwierigkeiten es zu überwinden galt, welche Resonanz sie auf ihre Arbeit erfuhren und was die Clips ihnen heute bedeuten. Mit dabei: IC Falkenberg, Petra Zieger, Jürgen Ehle (Pankow), Mike Kilian, Reinhard Petereit (Rockhaus), Maschine ( Puhdys), Arnulf Wenning, Rainer Oleak ( Datzu), der damalige Produktionsleiter der DEFA Herbert Kruschke, die Regisseure Frank Heusing, Klaus Dieter Rentel und Ulrich Meißner, die Moderatoren Alexander Lehmberg und Peter Illmann, der ehemalige Amigachef Jörg Stempel.

21:45 Uhr

Seitensprung

Filme
UT

Ein verständnisvoller Ehemann, zwei süße Töchter und eine Mutter, die sich auf ihre ganz eigene Art um den Haushalt kümmert: Für die Marketingspezialistin Fiona könnte es nicht besser laufen, eigentlich. Durch Zufall muss die erfolgsgewohnte Managerin erfahren, von wem ihre Nachbarin, die attraktive, junge Sängerin Julia, im achten Monat schwanger ist - von ihrem Mann Ben. Geschockt fragt Fiona sich, ob sie sich scheiden lassen soll. Doch dann zaubert sie einen verblüffenden Plan B aus dem Hut. - In dieser vergnüglichen Komödie über eine schrecklich nette Patchwork-Familie müssen Claudia Michelsen und Stephan Kampwirth ihre Rollen als Ehepartner neu erfinden. Birte Hanusrichter als Sängerin und Maren Kroymann, die als unkonventionelle Großmutter den Überblick behält, spielen dabei eine Schlüsselrolle. Fiona kann es nicht fassen. Das Kind ihrer hochschwangeren Nachbarin Julia, einer blutjungen Pop-Sängerin, stammt von ihrem Mann Ben. Ein herber Schlag für die gefragte Marketingspezialistin, die eigentlich alles hat, was man sich nur wünschen kann: zwei wohlgeratene Töchter und ein nettes Haus, in dem auch ihre patente Mutter Platz hat. Soll sie das alles hinschmeißen? Im Beruf konnte Fiona bislang alle Niederlagen in Erfolge ummünzen - warum nicht auch im Privatleben? Mit einer Powerpoint-Präsentation stellt die pragmatisch-rationale Managerin einen perfekt durchgetakteten Happy-Family-Plan vor - den Einzug der werdenden Mutter inklusive. Das Chaos in der Patchwork-Familie scheint programmiert, doch schon bald ergeben sich unerwartete Synergieeffekte: Fionas Töchter Paulette und Lina sehen in Julia die coole große Schwester. Ihr Mann Ben besinnt sich auf seine Verantwortung. Auch ihre Mutter zeigt unerwartete Qualitäten. Allein Fiona fühlt sich überflüssig: Etwas an ihrem perfekten Plan scheint nicht zu stimmen. - In dieser hochtourigen Komödie managt Claudia Michelsen als Marketingspezialistin eine moderne Wohngemeinschaft. Die Rollen von Vätern, Müttern, Großmüttern und Kindern werden dabei neu verteilt. Stephan Kampwirth muss sich gegen fünf Frauen behaupten, ist aber nicht der Hahn im Korb. Während Birte Hanusrichter als Sängerin Kreativität und Mutterschaft zu vereinen versucht, betrachtet Maren Kroymann als erfahrene und lebenskluge Großmutter das turbulente Treiben aus einer entspannten Distanz. Die Schweizer Regisseurin Sabine Boss inszenierte die humorvolle Erkundung einer zeitgemäßen Lebensform nach dem pointierten Buch von Verena Bird.

20:15 Uhr

Geheimnisvolle Orte · Der Ostbahnhof - Das Tor zum Osten

alpha-doku

Nicht nur ein Bahnhof, eine riesige Bahnanlage, eine wahre Eisenbahnlandschaft war dort im Osten Berlins entstanden, damals, im 19.Jahrhundert. Somit ist der Ostbahnhof der dienstälteste Bahnhof Berlins, die einzige verbliebene große Bahnstation Berlins aus den Anfangsjahren. Er wurde immer mal wieder umgebaut und dazu noch umbenannt: von Frankfurter Bahnhof zu Schlesischer Bahnhof zu Ostbahnhof zu Hauptbahnhof und nun wieder Ostbahnhof. Sein Bahnhofsviertel war einst übel beleumundet, später aber auch angesagte Partymeile.Was war er nicht alles… ein Arbeitstier unter den Berliner Bahnhöfen, der Bauch von Berlin, eine Schleuse für Spione, ein Hafen für Flüchtlinge, eine Drehtür zwischen Berlin und Moskau, Zwischenstation für Reisen durch ganz Europa und Asien, ein Tor für die Industriemetropole der Gründerzeit wie für die Weltstadt der „Goldenen 20er Jahre“, auch ein DDR-Hauptstadt-Entree… mit Mauerblick. Am Bahnhof hielten feinste Luxus- und einfache Arbeiterzüge, Eroberer fuhren ins Feld und Kriegsheimkehrer kamen in Güterwaggons. Er war und ist der Berliner Bahnhof für den Osten.ZeitzeugInnen blicken zurück auf große Reisen, Bahnexperten und Historiker erinnern an das Dampflokzeitalter. Die Dokumentation schaut hinter die immer wieder umbauten Fassaden und findet die Geschichte, die von seiner Bedeutung künden für den europäischen Bahnverkehr, für die Stadt Berlin wie auch für das deutsche Verhältnis zu Osteuropa.

21:00 Uhr

Geheimnisvolle Orte · Der Nordbahnhof - Reisetempel und Geisterstation

alpha-doku

Wo heute an der Invalidenstraße sachliche Neubauten der Deutschen Bahn eines der größten Unternehmen des Landes repräsentieren, befand sich früher ein prächtiger Bahnhof in fast verspielter Architektur. Der Stettiner Bahnhof gehörte zu den großen Berliner Kopfbahnhöfen. Nötig wurde er durch den Bau der „Berlin-Stettiner-Eisenbahn“ bis zum Jahr 1840. Diese Bahnlinie war die erste Verbindung vom Binnenland zu einem Seehafen an der Ostseeküste. Stettin war damals sozusagen der Hafen von Berlin.Die Bahnstrecke ist zunächst als reine Gütertransportstrecke gedacht, doch ab 1872 wird sie auch für Personentransporte genutzt. Der Bahnhof ist dafür nicht ausgelegt und muss erweitert werden. Bis 1876 entsteht eine monumentale Bahnhofshalle, die mit 1.100 Quadratmeter seinerzeit die größte von Berlin war. Auf fünf Gleisen fahren die Züge in Richtung Norden. Der Bahnhof wird das Wachstum der Reichshauptstadt beeinflussen. Viele Stettiner nutzen die Direktverbindung nach Berlin, um die Kultur- und Vergnügungsangebote zu nutzen. Aber auch hoffnungslose Tagelöhner zieht es in die Stadt. Der Bahnhof belebt den ganzen, bis dahin eher unbedeutenden Kiez. Für die weniger und die besser Betuchten. Die nutzen die neue Bahnstrecke, um über Stettin an die Ostsee zu gelangen. Für einige Jahrzehnte die schnellste Verbindung zu den Ostseebädern auf Usedom und Rügen. Der Kiez wird aber auch geprägt von den Arbeitern des Bahnhofs und der Lokomotiv-Werke. An fast jeder Straßenkreuzung gibt es kleine Bier-Kneipen, die für viele Arbeiter wie ein öffentliches Wohnzimmer sind. Da die Bahnanlagen die Areale um die Schwartzkopffstraße in der Oranienburger Vorstadt und der Gartenstraße im damaligen Ortsteil Gesundbrunnen abschnitt, entstand schon 1986 unterhalb des Stettiner Bahnhofs der erste Fußgängertunnel Berlins. In den zwanziger Jahren war der Tunnel häufig Schauplatz von Kämpfen zweier rivalisierender Jugendbanden. Im Mai 1932 kam es am Tunnelausgang Schwartzkopffstraße zu Kämpfen zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten. Schüsse fielen, Täter konnten aber nicht gefasst werden. Sowohl die KPD als auch die NSDAP hatte aktive Gruppen um den Stettiner Bahnhof. Auseinandersetzungen waren vorprogrammiert.1945 war der Stettiner Bahnhof das Ende einer Odyssee Tausender Flüchtlinge aus dem Osten. Zeitzeugen sprechen von dramatischen Zuständen. Zu Kriegsende war der Stettiner Bahnhof bereits stark beschädigt. Durch die Sprengung am Landwehrkanal lag der unterirdische Teil unter Wasser. Erst im Januar 1946 konnte die unterirdische S-Bahn-Station wieder in Betrieb genommen werden. Am 1. Dezember 1950 wurde der Stettiner Bahnhof in Nordbahnhof umbenannt, denn Stettin war nun eine polnische Stadt. Und der Bahnhof lag im Grenzgebiet zwischen dem französischen und sowjetischen Sektor Berlins. Noch spielte er eine Rolle im Ost-West-Verkehr, aber mit dem Kalten Krieg schwand seine Bedeutung immer mehr. Der Fernbahnhof wurde schließlich 1952 stillgelegt und 1965 abgerissen. Der S-Bahnhof s

23:50 Uhr

Rheinhotel Dreesen · Das Weiße Haus am Rhein

alpha-doku

In seiner 130-jährigen Historie war das "Rheinhotel Dreesen" Ausflugslokal, Nobelherberge, Tanzschuppen, Lieblingshotel Hitlers, Verhandlungsort für den Weltfrieden, KZ-Außenstelle, Flüchtlingsunterkunft, Sitz des französischen Hochkommissars. Das Hotel am urdeutschen Strom und seine Menschen stehen auf Du und Du mit der deutschen Geschichte – von der Kaiserzeit bis in die Bonner Republik. Der Chronologie der Ereignisse folgend, erzählt der Film die Geschichte des Hotels und seine Verknüpfung mit den historischen Wendepunkten. Aus einem kleinen Ausflugslokal mit Rheinblick machte Inhaber Fritz Dreesen eines der ersten Grand-Hotels Deutschlands. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1894 ist es ein Spiegel deutscher Geschichte: Reisekaiser Wilhelm II. soll bei den zahlreichen Besuchen in seiner alten Universitätsstadt gern im Dreesen residiert und im heute noch existierenden Kastaniengarten Marschkapellen dirigiert haben. Paul von Hindenburg war hier ebenso zu Gast wie Gustav Stresemann, Greta Garbo, Hans Albers, Charlie Chaplin – und Adolf Hitler. Das berühmt-berüchtigte Treffen zwischen Chamberlain und Hitler in der Sudeten-Krise 1938 machte das Dreesen auch international bekannt als "Hitlers Lieblingshotel". Schon bald gehörten Fritz und Maria Dreesen zum inneren Zirkel um Adolf Hitler. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Rheinhotel zeitweise zur Außenstelle des KZ Buchenwald: "Sonderhäftlinge des Führers" waren hier untergebracht, darunter die Schwester von Charles de Gaulle. Die Prominenz der hochrangigen Gefangenen soll Bad Godesberg vor den alliierten Bombenangriffen gerettet haben – ein durchaus beabsichtigter Effekt, so will es die Legende: Der damalige Godesberger Bürgermeister und Fritz Dreesen sollen sich den menschlichen Schutzschild gemeinsam ausgedacht haben. Als die Amerikaner im Frühjahr 1945 schließlich anrückten, quartierte sich General Dwight D. Eisenhower im Dreesen ein – was den Weinbeständen des Hauses nicht gut bekam. Bis das Dreesen 1952 den Betrieb schließlich wieder aufnehmen konnte, wurde es erst zum Flüchtlingslager, dann zum Sitz des französischen Hochkommissars umgewidmet. Mit der Wahl Bonns zur Bundeshauptstadt blieb auch das Dreesen weiter im Fokus deutscher Geschichte: Adenauer verhandelte hier die Antwort auf die Stalin-Note, und immer wieder wurde das Rheinhotel zur Kulisse für internationale Kongresse, bis sich die politische Bedeutung zum Ende der Bonner Republik ausschlich. Seit dem Umzug der Regierung nach Berlin sind die Geschäfts- und Kongressgäste weitgehend ausgeblieben. Doch Anna-Maria Dreesen, die das Hotel schon bald übernehmen soll, hat bereits neue Pläne ...