MrWissen2go Geschichte: Fußball im Nationalsozialismus | Video der Sendung vom 11.08.2022 12:29 Uhr (11.8.2022) mit Untertitel

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Fußball im Nationalsozialismus

11.08.2022 ∙ MrWissen2go Geschichte ∙ funk
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Fußball bringt Menschen zusammen, heißt es. Doch die Gesellschaft zu einen, ist nicht das Ziel der Nationalsozialisten. Im NS-Regime werden Juden, Oppositionelle und andere Minderheiten gezielt ausgegrenzt und verfolgt. Als die Nazis im Frühjahr 1933 an die Macht kommen, hat das auch Auswirkungen auf den Fußball: Im Zuge der Gleichschaltung räumen Hitler und seine Anhänger alle Strukturen aus dem Weg, die ihnen nicht passen. Den deutschen Fußball nutzen sie für ihre Propaganda. Aber viele Vereine handeln auch in vorauseilendem Gehorsam: Bereits im April 1933 erklären sich mehrere Vereine „freudig und entschieden“ zur Hilfe bei der „Entfernung der Juden aus den Sportvereinen“ bereit. Hunderte Mitglieder dürfen aufgrund ihrer Religion oder Abstammung nun nicht mehr Fußball spielen, Funktionäre wie der Vereinsvorstand des FC Bayern München, Kurt Landauer, müssen ihre Ämter aufgeben. Jüdische Sportler werden deportiert und ermordet. Nennenswerten Widerstand scheint es innerhalb der Vereine oder des DFB, dem Deutschen Fußballbund, kaum zu geben. Fußballstadien werden zu Plätzen der nationalsozialistischen Ideologie: Überall hängen Hakenkreuzflaggen, die Teams machen vor dem Anpfiff den Hitlergruß. Selbst während des Krieges läuft der Sportbetrieb lange fast unverändert weiter. Wieso selbst im Krieg der Ball noch rollt, warum Wien zum Deutschen Meister werden kann und wie Sportlerkarrieren von Sepp Herberger oder Fritz Walter schon unter Hitler Fahrt aufnehmen, erfahrt ihr in diesem Video. Anmerkung der Redaktion: Bei Minute 02:39 wird eine falsche Zahl genannt. Es handelte sich um hunderte, nicht hunderttausende Vereinsmitglieder, Spieler und Trainer. Kapitel: 00:00 Intro 00:53 Die „Gleichschaltung“ des Fußballs 03:52 Propaganda im Stadion 07:39 Fußball und Gewaltherrschaft 09:20 Fußball im Krieg 11:28 Fußball nach 1945 Literatur: Nils Havemann: Fußball unterm Hakenkreuz. Der DFB zwischen Sport, Politik und Kommerz, Frankfurt/New York 2005. Markwart Herzog: Fußball zur Zeit des Nationalsozialismus. Alltag – Medien – Künste – Stars (Irseer Dialoge, Bd. 13), Stuttgart 2008. Lorenz Pfeiffer/Dietrich Schulze-Marmeling (Hrsg.): Hakenkreuz und rundes Leder. Fußball im Nationalsozialismus, Göttingen 2008. Rudolf Oswald: „Fußball-Volksgemeinschaft“. Ideologie, Politik und Fanatismus im deutschen Fußball 1919-1964, Frankfurt/New York 2008. Hardy Grüne/Dietrich Schulze-Marmeling: Das goldene Buch des deutschen Fußballs, Bielefeld 2015. KZ-Gedenkstätte Neuengamme (Hrsg.): Fußball in der nationalsozialistischen Gesellschaft – Zwischen Anpassung, Ausgrenzung und Verfolgung. Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung in Norddeutschland (Heft 18), Bremen 2017. https://arolsen-archives.org/content/uploads/fussballer-im-fokus.pdf https://www.ifz-muenchen.de/fileadmin/user_upload/Leuchttuerme/2022-01_FC_Bayern_im_Nationalsozialismus/Projektergebnisse_Der_FC_Bayern_im_Nationalsozialismus.pdf https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/29...


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